Gemeindeportrait - Geschichte und Gegenwart

Kirche in Elsten
Kirche in Elsten

Die Gemeinde Cappeln liegt im südlichen Teil des Landkreises Cloppenburg etwas abseits von den großen Verkehrslinien, aber dennoch sind Eisenbahn, Bundesstraßen (B 68, B 69, B 213, B 72) und Autobahnen (A 1, A 29) in kurzer Entfernung schnell zu erreichen.
Die bäuerlich-ländlich geprägte Gemeinde im Einzugsbereich der Kreisstadt Cloppenburg ist ein angenehmes Wohngebiet in schöner, natürlicher Landschaft und gleichzeitig ein interessanter Standort für gewerbliche Unternehmen. Gewerbe- und Industrieflächen stehen zur Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe zur Verfügung. Ein qualifiziertes, ausreichendes Arbeitskräfteangebot ist gegeben.


Der Name Cappeln (1150 Cappelen) bedeutet Kapelle. Die erste kleine Holzkapelle, die auf dem Meyerhof stand, gab der Gemeinde den Namen.
Im Jahre 1159 bat eine Abordnung Cappelner Bürger beim Bischof von Osnabrück um die Erlaubnis der kirchlichen Selbständigkeit. Daraufhin ordnetet Bischof Philipp die Loslösung von Emstek an. Die entsprechende Urkunde ist heute noch vorhanden. Cappeln wurde selbständige Pfarrei und bekam das Recht der freien Pfarrerwahl.

Auf dem Gelände der heutigen Pfarrkirche in Cappeln wurde vor rund 1000 Jahren die erste Kapelle errichtet. Benediktinermönche des Klosters Visbek waren es, die im 9. Jahrhundert den Raum Emstek-Cappeln missionierten. Im Jahre 1150 wurde eine neue Kirche aus Findlingen gebaut, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert, aber dann doch im Jahre 1900 abgebrochen wurde.


Um die Jahrhundertwende wurde dann die jetzige Pfarrkirche im neugotischen Stil errichtet. St. Peter und Paul, eines der schönsten Gotteshäuser unserer Heimat, wurde in den Jahren 1977/78 außen und innen gründlich renoviert.


Nach der Christianisierung entstanden auch in Sevelten und später in Elsten erste Kapellen. Die Kirche in Sevelten ist das älteste Gotteshaus im weiten Umkreis. Teile der Kirche stammen aus dem 11. Jahrhundert. Der noch vorhandene alte Barockaltar ist eine Schenkung des Pastors Krone (1631 - 1652) an seine Kirche in Cappeln.

 

Die Pfarrkirche in Elsten wurde in den Jahren 1907 - 1910 erbaut. Der kleine Turm der im Jahre 1889 errichteten Kapelle wurde anlässlich der Kirchenrenovierung im Jahre 1976 abgebrochen. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde im Jahre 1991 passend zur neugotischen Kirche ein stilgerechter Kirchturm errichtet.


1919 gründeten die Dominikaner eine Niederlassung in Schwichteler. Innerhalb von 10 Jahren baute man eine Kirche, das Kloster und ein Altenheim. In der politischen Gemeinde bestehen heute 4 katholische Kirchen: Cappeln, Sevelten, Elsten und Schwichteler.

Infolge der Massenvertreibungen aus den Ostgebieten betrug der Anteil der Vertriebenen zeitweilig 35 %. So entstand nach dem 2. Weltkrieg auch eine evang.-luth. Kirchengemeinde, und in den Jahren 1950/51 errichtete man in Cappeln die St. Martins-Kirche.

Zur Gemeinde zählten zunächst die Bauerschaften: Cappeln mit Dingel, Tenstedt mit Siehenfelde, Osterhausen, Darrenkamp und Gut Schwede, Schwichteler mit Nordenbrock, Bokel mit Wißmühlen, Mintewede, Elsten. Sevelten, das kirchlich von Cappeln betreut wurde, politisch jedoch zur Gemeinde Krapendorf gehörte, kam 1856 hinzu. Durch die Oldenburgische Verwaltungsreform von 1933 wurden auch aus der aufgelösten Gemeinde Krapendorf die Bauerschaften Warnstedt sowie ein Teil von Nutteln/Tegelrieden der Gemeinde Cappeln angegliedert. 1962 wurde der Restteil letzterer Bauerschaft nach Cappeln eingemeindet.

 

Heute umfasst die Gemeinde eine Fläche von 7.618 ha und hat 6.550 Einwohner. Die Verwaltungs- und Gebietsreform ließ die Gemeinde in den Jahren 1972-74 um ihren Bestand bangen. Es bestanden Pläne, sie Cloppenburg oder Emstek anzugliedern oder sie sogar dreizuteilen.

Nach hartnäckigem und zielstrebigem Einsatz der ganzen Gemeinde unter dem Motto "Cappeln muß Cappeln bleiben" entschied der Nieders. Landtag am 30.01.1974, die Gemeinde Cappeln selbständig zu belassen.

Die Gemeinde Cappeln ist überwiegend landwirtschaftlich strukturiert und weitmaschig besiedelt. 82 % der Gesamtfläche wird landwirtschaftlich genutzt, 11 % sind Wald. Die Restfläche sind Ödland, Straßen, Wege, Hofraum, Baugrundstücke usw.
Das Bruch, das mit Unterbrechung die ganze Gemeinde von Westen nach Osten durchzieht, ist mit seinen Laub- und Nadelwäldern von besonderer Schönheit. Auch für die Botaniker stellt es eine Fundgrube seltener Pflanzen dar.

 

Hof Vorwerk
Hof Vorwerk

Das Gemeindewappen zeigt: "In Gold einen schwarzen, rot gezäumten Pferdekopf". Es weist auf die Pferdezucht hin, die früher in der ganzen Gemeinde betrieben wurde. Besonders der Hof Vorwerk ist seit über 100 Jahren ein Begriff als Zuchtstation für das Oldenburger Pferd. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Entwicklung der Gemeinde durch den Aufbau und die Ansiedlung verschiedener Industriebetriebe stark beeinflusst.

 

Cappeln ist mehr und mehr zu einem begehrten Lebensraum geworden, in dem es sich gut wohnen und arbeiten lässt. Neue Baugebiete und Siedlungen zeigen, dass die Entwicklung der Gemeinde nicht zum Stillstand gekommen ist. Mit einem weitgefächerten Sportangebot stehen den Sporttreibenden gute Rahmenbedingungen zur Verfügung.

 

Wohngebiet Heidpand
Wohngebiet Heidpand

Anfahrt Cappeln

So kommen Sie nach Cappeln.
mehr...